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ROAS
ROAS steht für „Return on Ad Spend“ und misst, wie viel Umsatz jeder in Werbung investierte Euro zurückbringt. Die Kennzahl beantwortet die einfache Frage: Lohnt sich meine Werbung?
So wird gerechnet
Die Rechnung ist unkompliziert. Man teilt den Umsatz, der durch eine Kampagne entstanden ist, durch die Werbekosten. Gibst du 1.000 Euro für Anzeigen aus und machst damit 4.000 Euro Umsatz, liegt dein ROAS bei 4 – oft auch als 400 Prozent oder „4:1“ geschrieben. Für jeden eingesetzten Euro kamen vier zurück.
Ein Beispiel: Zwei Kampagnen laufen parallel. Kampagne A hat einen ROAS von 3, Kampagne B einen von 8. Auf den ersten Blick ist B klar besser – man verschiebt also Budget dorthin, um mehr aus dem gleichen Einsatz herauszuholen.
Ab wann er sich lohnt
Das lässt sich nicht pauschal sagen, denn ROAS misst Umsatz, nicht Gewinn. Ein Onlineshop mit hoher Gewinnspanne kann schon bei einem ROAS von 2 profitabel sein. Ein Händler mit dünner Marge braucht vielleicht einen ROAS von 6, um überhaupt schwarze Zahlen zu schreiben. Die entscheidende Frage ist immer: Bleibt nach Werbe- und Produktkosten noch etwas übrig?
Wichtig ist die Abgrenzung zum ROI. Der ROAS betrachtet nur Umsatz gegen Werbeausgaben, der ROI (Return on Investment) rechnet alle Kosten mit ein und zeigt den echten Gewinn. ROAS ist damit eine schnelle Steuerungsgröße im Tagesgeschäft, aber nicht das letzte Wort über den Erfolg.

