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Heuristik

Eine Heuristik ist eine Faustregel, die schnell zu einer brauchbaren Lösung führt — nicht unbedingt zur perfekten, aber zu einer, die im Alltag reicht. Statt alle Möglichkeiten mühsam durchzurechnen, nimmt man eine bewährte Abkürzung.

Im Alltag

Menschen tun das ständig, ohne darüber nachzudenken. Willst du in einem fremden Supermarkt das Salz finden, läufst du nicht jeden Gang systematisch ab, sondern gehst zur Abteilung mit Gewürzen — eine Faustregel, die meistens stimmt. Genau so funktioniert eine Heuristik: gute Trefferquote bei minimalem Aufwand.

Wo der Begriff auftaucht

In der Informatik und bei KI stecken Heuristiken überall dort, wo die exakte Berechnung zu lange dauern würde. Ein Navigationsgerät prüft nicht wirklich jede denkbare Route durch — das wären zu viele. Es nutzt clevere Faustregeln, um die vielversprechendsten Wege zuerst zu betrachten und den Rest zu überspringen.

Auch im Marketing und in der Nutzerführung spielt der Begriff eine Rolle. Sogenannte Usability-Heuristiken sind bewährte Daumenregeln für gutes Design — etwa „zeige dem Nutzer immer, wo er sich gerade befindet“. Der Preis dieser Abkürzungen: Eine Heuristik kann danebenliegen. Die schnelle Route ist nicht immer die kürzeste, die Faustregel im Supermarkt nicht immer richtig. Der Deal ist bewusst: Man tauscht ein bisschen Genauigkeit gegen viel Geschwindigkeit. In den allermeisten Fällen ist das ein guter Tausch — deshalb sind Heuristiken so verbreitet.

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