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Engagement-Rate
Die Engagement-Rate misst, wie aktiv Menschen auf einen Social-Media-Beitrag reagieren — gemessen an der Zahl der Interaktionen im Verhältnis zur Reichweite oder Followerzahl. Interaktionen sind zum Beispiel Likes, Kommentare, geteilte Beiträge und gespeicherte Posts.
Was sie aussagt
Die reine Reichweite sagt nur, wie viele einen Beitrag gesehen haben. Die Engagement-Rate sagt, wie viele davon nicht weitergescrollt sind, sondern etwas getan haben. Deshalb gilt sie oft als ehrlicheres Signal für die Qualität eines Beitrags als nackte Follower-Zahlen.
Wie man sie berechnet
Eine gängige Formel: Interaktionen geteilt durch Reichweite, mal 100. Ein Beitrag mit 500 Interaktionen bei 10.000 gesehenen Personen kommt so auf eine Engagement-Rate von 5 Prozent. Welche Werte „gut“ sind, hängt stark von Plattform und Branche ab — auf LinkedIn gelten andere Größen als auf TikTok.
Ein Beispiel aus dem Alltag: Ein kleines Café postet ein schlichtes Foto vom neuen Kuchen und eine aufwendig produzierte Werbegrafik. Die Grafik erreicht mehr Leute, aber der Kuchen bekommt mehr Kommentare und Speicherungen. Seine Engagement-Rate ist höher — ein Hinweis, dass echte, nahbare Inhalte hier besser funktionieren. Genau dafür ist die Kennzahl gedacht: Sie hilft zu erkennen, welche Inhalte wirklich ankommen, statt nur, welche am weitesten gestreut wurden. Ein Wert allein sagt allerdings wenig; interessant wird er im Vergleich über die Zeit.

