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Large Language Model (LLM)
Ein Large Language Model (LLM) ist ein KI-System, das darauf trainiert wurde, menschliche Sprache zu verstehen und selbst zu erzeugen. „Large“ (groß) beschreibt dabei sowohl die riesige Textmenge, mit der es trainiert wurde, als auch seine gewaltige innere Komplexität. LLMs sind der Motor hinter modernen Chatbots und Schreib-Assistenten.
Wie ein LLM arbeitet
Im Kern macht ein LLM etwas erstaunlich Einfaches: Es sagt das jeweils wahrscheinlichste nächste Wort voraus. Weil es dafür Milliarden von Sätzen aus Büchern, Websites und Artikeln „gelesen“ hat, besitzt es ein feines Gespür dafür, welche Worte üblicherweise aufeinanderfolgen. Fügt man diese Vorhersagen Wort für Wort aneinander, entstehen flüssige, oft verblüffend passende Antworten — von der Zusammenfassung über die Übersetzung bis zum ganzen Aufsatz.
Wenn das LLM halluziniert
Diese Fähigkeit hat aber eine Grenze, die man kennen muss. Ein LLM „weiß“ nichts im menschlichen Sinn und versteht auch nicht, ob eine Aussage stimmt. Es berechnet, was sprachlich plausibel klingt. Deshalb kann es überzeugend formulierte Dinge behaupten, die schlicht falsch sind — man nennt das Halluzinieren. Ein LLM erfindet zum Beispiel gelegentlich Quellen oder Zahlen, die es nie gab, und präsentiert sie mit voller Selbstsicherheit.
Für die Praxis heißt das: Ein LLM ist ein hervorragendes Werkzeug, um Texte zu entwerfen, Ideen zu sammeln oder Sprache umzuformen. Wichtige Fakten, Namen und Zahlen sollte man aber immer selbst gegenprüfen. Am stärksten ist ein LLM als schneller, geduldiger Assistent an der Seite eines Menschen, der das Ergebnis prüft und verantwortet.

