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Website schneller machen: So verlierst du weniger Anfragen

Deine Website wird schneller, wenn du zuerst die großen Bremsen löst: zu schwere Bilder, zu viele Erweiterungen und Skripte, fehlendes Caching und ein schwacher Server. Ob es wirkt, misst du mit den Core Web Vitals von Google, am einfachsten über PageSpeed Insights und die Search Console. Für die Suchmaschinenoptimierung ist Tempo kein Zaubertrick. Google zeigt weiter zuerst die passendsten Inhalte. Wenn aber viele Seiten gleich gut passen, kann die schnellere den Unterschied machen.

Wichtiger als das Ranking ist für deinen Betrieb etwas anderes: Ein Interessent, der auf dem Handy wartet, bis deine Seite endlich lädt, ruft oft beim nächsten Betrieb an. Eine schnelle Seite verliert weniger Anfragen auf dem Weg.

Die Reihenfolge, die sich in der Praxis bewährt:

  1. Messen, wo du stehst.
  2. Bilder verkleinern und in moderne Formate bringen.
  3. Überflüssige Erweiterungen, Schriften und Skripte entfernen.
  4. Caching und Kompression einschalten.
  5. Hosting prüfen, bei Bedarf ein CDN ergänzen.
  6. Erneut messen und dranbleiben.

Wie wichtig ist die Ladezeit für dein Google-Ranking?

Wichtig, aber nicht allein entscheidend. Google schreibt in seiner Erklärung zur Nutzerfreundlichkeit von Seiten, dass die Suche immer versucht, die relevantesten Inhalte anzuzeigen, selbst wenn die Nutzerfreundlichkeit einer Seite unterdurchschnittlich ausfällt. Für viele Suchanfragen gibt es aber viele hilfreiche Inhalte, und dann kann eine gute Nutzerfreundlichkeit zum Erfolg beitragen.

Für einen lokalen Betrieb heißt das: Erst muss die Seite die Frage des Kunden beantworten. Eine blitzschnelle Seite ohne klare Leistungsbeschreibung bringt dir wenig. Wenn aber in deiner Stadt fünf Betriebe ähnlich gute Seiten haben, lohnt sich jede gesparte Sekunde.

Was messen die Core Web Vitals?

Google fasst die Ladeerfahrung in drei Messwerten zusammen. Die Zielwerte stehen in der Google-Dokumentation zu den Core Web Vitals:

  • Largest Contentful Paint (LCP) misst, wann der größte sichtbare Inhalt geladen ist. Gut ist laut Google ein Wert innerhalb von 2,5 Sekunden.
  • Interaction to Next Paint (INP) misst, wie schnell die Seite auf Tippen und Klicken reagiert. Gut ist laut Google ein Wert unter 200 Millisekunden.
  • Cumulative Layout Shift (CLS) misst, wie stark Inhalte beim Laden verrutschen. Gut ist laut Google ein Wert unter 0,1.

Falls du in älteren Ratgebern noch von FID liest: Diesen Messwert hat INP im März 2024 abgelöst, so hat es Google im Search Central Blog angekündigt. Wer heute noch auf FID optimiert, schaut auf eine Kennzahl, die es so nicht mehr gibt.

Wie misst du die Geschwindigkeit deiner Website?

Das kostenlose Werkzeug dafür ist PageSpeed Insights von Google. Es zeigt zwei Arten von Daten, die Google in der Beschreibung von PageSpeed Insights erklärt: Felddaten von echten Chrome-Nutzern über einen Zeitraum von 28 Tagen und Labordaten aus einer simulierten Messung mit Lighthouse. Die Felddaten sagen dir, wie es deinen Besuchern wirklich geht. Die Labordaten helfen dir, die Ursache zu finden.

Hat deine Seite wenig Besucher, gibt es oft keine Felddaten. Dann bleiben dir die Labordaten und ein einfacher Praxistest: Öffne deine Startseite und deine wichtigste Leistungsseite auf deinem eigenen Handy, im Mobilfunknetz statt im WLAN. Was dich dort stört, stört deine Kunden auch.

Hast du die Search Console eingerichtet, findest du dort zusätzlich den Bericht zu den Core Web Vitals. Er fasst ähnliche Seiten zu Gruppen zusammen und zeigt, wo es hakt.

Wie machst du deine Bilder kleiner, ohne dass sie schlecht aussehen?

Bilder sind auf den meisten Betriebsseiten die größte Bremse. Das Foto vom Handy hat oft mehrere Megabyte und wird in voller Größe geladen, obwohl es auf der Seite nur als kleines Vorschaubild erscheint.

Drei Schritte helfen fast immer:

  1. Bilder vor dem Hochladen auf die Größe bringen, in der sie angezeigt werden. Ein Foto für die volle Seitenbreite braucht selten mehr als ein paar tausend Pixel Breite, ein Vorschaubild deutlich weniger.
  2. Moderne Formate nutzen. Google unterstützt in der Bildersuche laut Google-Dokumentation zu Bildern unter anderem WebP und AVIF neben JPEG und PNG. WebP- und AVIF-Dateien fallen bei gleicher Optik oft kleiner aus als JPEG.
  3. Bilder weiter unten auf der Seite erst laden, wenn der Besucher dorthin scrollt (Lazy Loading). Das große Bild ganz oben lädst du dagegen sofort, sonst verschlechterst du den LCP.

In WordPress übernehmen das Bild-Erweiterungen oder der Hoster auf Wunsch automatisch. Wichtig bleibt ein aussagekräftiger Alternativtext: Er hilft Menschen mit Screenreader und sagt Google, was auf dem Bild zu sehen ist.

Welche Erweiterungen und Skripte bremsen deine Seite?

Jede Erweiterung, jeder Chat, jede eingebundene Karte und jedes Tracking-Skript lädt eigenen Code. Über die Jahre sammelt sich davon eine Menge an. Ein Teil davon wird gar nicht mehr gebraucht.

Geh deine Erweiterungen einmal durch und frag bei jeder: Brauche ich das noch? Gibt es zwei Erweiterungen, die dasselbe machen? Lädt ein Slider fünf große Bilder, obwohl die meisten Besucher nur das erste sehen? Ein Kontaktformular-Plugin muss auch nicht auf jeder Seite seinen Code laden, nur dort, wo das Formular steht.

Achte außerdem auf Schriften. Viele Themes laden mehrere Schriftfamilien in vielen Stärken. Zwei Schriften mit wenigen Stärken reichen für eine Betriebsseite.

Was bringen Caching, Kompression und ein CDN?

Caching heißt: Die Seite wird nicht bei jedem Besuch neu zusammengebaut, sondern als fertige Fassung zwischengespeichert. Für WordPress gibt es dafür Erweiterungen, viele Hoster haben ein eigenes Caching eingebaut. Prüf zuerst, was dein Hoster schon mitbringt, bevor du eine zweite Lösung daneben installierst. Zwei Caches übereinander machen oft mehr Ärger als Tempo.

Kompression verkleinert Texte, Stylesheets und Skripte auf dem Weg vom Server zum Browser. Früher war dafür Gzip üblich, heute bieten viele Server zusätzlich Brotli an. Bei den meisten Hostern ist das bereits eingeschaltet oder mit einem Klick aktiviert.

Ein Content Delivery Network, kurz CDN, liefert Dateien von Servern in der Nähe des Besuchers aus. Für einen Betrieb, dessen Kunden alle aus derselben Region kommen, ist das selten der erste Schritt. Sinnvoller ist meist ein Hoster mit Rechenzentrum in Deutschland und genug Leistung. Ein CDN lohnt sich eher, wenn deine Besucher weit verteilt sind oder du viele große Dateien auslieferst.

Wann lohnt sich ein Wechsel des Hostings oder ein neues Theme?

Wenn du Bilder, Erweiterungen und Caching aufgeräumt hast und die Seite immer noch zäh ist, liegt es oft am Fundament. Ein günstiges Hosting-Paket, das sich viele Websites teilen, reagiert langsam, besonders bei WordPress mit vielen Erweiterungen. Ein überladenes Theme mit eingebautem Baukasten kann ebenso bremsen.

Bevor du wechselst, lass dir die Antwortzeit des Servers zeigen. PageSpeed Insights meldet sie in der Labordiagnose. Ist der Server selbst langsam, hilft kein Bild-Tuning der Welt. Dann ist ein besseres Paket oft der Schritt, der am meisten bringt.

Wie hältst du deine Website dauerhaft schnell?

Geschwindigkeit ist kein einmaliges Projekt. Jedes neue Foto, jede neue Erweiterung und jedes Update kann die Ladezeit wieder verschlechtern. Leg dir deshalb eine einfache Routine an: Nach jeder größeren Änderung misst du deine wichtigsten Seiten neu. Und alle paar Monate schaust du in den Bericht der Search Console.

Wer seine Website von jemandem betreuen lässt, sollte diese Routine in den Auftrag schreiben. Die Ladezeit ist eine der wenigen Stellen, an denen sich Arbeit an der Website direkt messen lässt.

Häufige Fragen zur Ladezeit

Kann ich meine Website schneller machen, ohne das Design zu ändern?

Meistens ja. Bilder verkleinern, überflüssige Erweiterungen entfernen sowie Caching und Kompression einschalten verändern das Aussehen der Seite nicht.

Wie schnell sollte meine Website laden?

Google empfiehlt in seiner Dokumentation, dass der größte sichtbare Inhalt innerhalb von 2,5 Sekunden geladen ist. Das ist ein guter Richtwert für deine wichtigsten Seiten.

Ist ein CDN für eine kleine Firmenwebsite nötig?

Selten. Wenn deine Kunden aus einer Region kommen, bringt ein guter Hoster in Deutschland meist mehr als ein CDN.

Welches Werkzeug ist das richtige zum Messen?

Fang mit PageSpeed Insights und der Search Console an. Beide sind kostenlos und nutzen die Messwerte, die Google selbst verwendet.

Deine Seite lädt zäh und du weißt nicht, wo du anfangen sollst?

Wir schauen uns deine Website gemeinsam an, messen die wichtigsten Seiten und sagen dir, welche Bremse du zuerst lösen solltest. Kostenloses Erstgespräch

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