Auf die erste Seite von Google kommst du, wenn deine Website die Frage eines Suchenden besser beantwortet als die anderen Treffer und Google sie technisch problemlos lesen kann. Für einen Betrieb heißt das konkret: eine eigene Seite für jede wichtige Leistung, klare Antworten auf die Fragen deiner Kunden, eine Seite, die auf dem Handy schnell lädt, ein gepflegtes Google-Unternehmensprofil und Empfehlungen von anderen Websites. Einen Trick, der dich über Nacht nach oben bringt, gibt es nicht. Wer dir das verspricht, will dir etwas verkaufen.
Für Suchanfragen mit Ortsbezug hast du als Betrieb aus der Region einen Vorteil, den große Portale nicht haben: Du bist vor Ort und kennst die Fragen deiner Kunden. Ob und wie schnell du nach oben kommst, hängt von deinen Mitbewerbern und deinem Ausgangspunkt ab. Die folgenden zehn Tipps zeigen dir, woran du arbeiten kannst.
Tipp 1: Sorg dafür, dass Google deine Seiten überhaupt kennt
Bevor es um Platzierungen geht, muss Google deine Seiten finden und in den Index aufnehmen. Richte dafür die kostenlose Google Search Console ein. Dort siehst du, welche Seiten Google kennt, welche nicht und warum. Viele Betriebe entdecken dort zum ersten Mal, dass wichtige Leistungsseiten gar nicht in der Suche auftauchen. Der Startleitfaden zur Suchmaschinenoptimierung von Google erklärt die Grundlagen in einfachen Worten.
Tipp 2: Mach deine Website schnell und handytauglich
Google bewertet deine Website so, wie sie auf dem Smartphone aussieht. Laut der Seite zur Mobile-First-Indexierung verwendet Google für Indexierung und Ranking die mobile Version deiner Inhalte. Was auf dem Handy fehlt oder schlecht lesbar ist, zählt also weniger.
Auch die Ladezeit zählt. Google beschreibt mit den Core Web Vitals, was eine gute Nutzererfahrung ausmacht. Google nennt dort Zielwerte dafür, wie schnell der wichtigste Inhalt erscheint, wie schnell die Seite auf Eingaben reagiert und wie ruhig das Layout beim Laden bleibt. Den Stand deiner Seiten zeigt dir die Search Console. Häufigste Bremse bei Betrieben sind zu große Fotos direkt aus der Kamera.
Tipp 3: Finde die Begriffe, mit denen deine Kunden suchen
Deine Kunden suchen nicht mit deinen Fachbegriffen, sondern mit ihrem Problem. Bei Google landet nicht „Instandsetzung Flachdach“, sondern „Flachdach undicht was tun“. Schreib eine Liste mit den Fragen und Worten, die du am Telefon hörst. In der Search Console siehst du außerdem, bei welchen Suchanfragen deine Seiten schon eingeblendet werden. Für geschätzte Suchvolumen gibt es den Keyword-Planer in Google Ads.
Wichtig ist nicht das größte Suchvolumen, sondern die Absicht dahinter. Ein Begriff, mit dem Leute einen Betrieb beauftragen wollen, ist mehr wert als einer, mit dem sie nur eine Anleitung zum Selbermachen suchen.
Tipp 4: Bau eine eigene Seite für jede wichtige Leistung
Eine Seite „Leistungen“, auf der alles in fünf Zeilen steht, rankt für keine einzelne Leistung gut. Jede Leistung, mit der du Geld verdienen willst, braucht eine eigene Seite: Was ist das, für wen ist es, wie läuft es ab, was sollte der Kunde wissen, und wie erreicht er dich. Wenn du in mehreren Orten arbeitest, schreib die Orte auf die Seite, statt für jeden Ort eine fast gleiche Kopie anzulegen.
Tipp 5: Schreib klare Seitentitel und Beschreibungen
Der Seitentitel ist das, was in den Suchergebnissen als blaue Überschrift erscheint. Google rät in seiner Anleitung zu Titellinks, für jede Seite einen aussagekräftigen und prägnanten Titel anzugeben und ungenaue Titel wie „Startseite“ zu vermeiden. Nenn die Leistung und deinen Ort, zum Beispiel „Flachdach abdichten in Fulda“, nicht „Willkommen“.
Die Beschreibung darunter, die Meta-Description, beeinflusst, ob jemand klickt. Schreib dort in einem Satz, was der Besucher auf der Seite bekommt. Das früher beliebte Keywords-Feld kannst du dir sparen. Laut dem Startleitfaden von Google verwendet die Google Suche das keywords-Meta-Tag nicht.
Tipp 6: Beantworte Fragen, statt nur Leistungen aufzuzählen
Google will Inhalte zeigen, die Menschen wirklich helfen. In seiner Anleitung zu hilfreichen, verlässlichen Inhalten beschreibt Google, worauf es ankommt, unter anderem auf echte Erfahrung und Fachwissen. Dein Vorteil: Du weißt aus der Praxis, was Kunden wissen wollen und welche Fehler immer wieder passieren. Schreib das auf. Ein Abschnitt mit häufigen Fragen, den du aus deinen Telefonaten zusammenstellst, ist oft der beste Text auf der ganzen Website.
Halte deine Inhalte aktuell. Veraltete Angaben, alte Fotos oder Leistungen, die du gar nicht mehr anbietest, schaden dem Vertrauen deiner Besucher. Schau dir deine wichtigsten Seiten ab und zu an und überarbeite sie, statt immer nur neue anzulegen.
Tipp 7: Pflege dein Google-Unternehmensprofil
Bei Suchen mit Ortsbezug zeigt Google oft zuerst eine Karte mit Betrieben. Dort erscheint dein Google-Unternehmensprofil. Laut der Google-Hilfe zum lokalen Ranking basieren lokale Suchergebnisse hauptsächlich auf Relevanz, Entfernung und Beliebtheit. Vollständige Angaben, die richtige Kategorie, echte Fotos und regelmäßige Bewertungen helfen dir. Name, Adresse und Telefonnummer sollten überall genau gleich lauten.
Tipp 8: Sammle echte Empfehlungen von anderen Websites
Links von anderen Websites auf deine zeigen Google, dass dich andere für relevant halten. Gute Quellen für einen Betrieb sind die Innung, Lieferanten und Hersteller, mit denen du arbeitest, lokale Vereine, die du unterstützt, und die regionale Presse. Finger weg von gekauften Links. In den Spam-Richtlinien von Google zählen ge- oder verkaufte Links, die das Ranking verbessern sollen, ausdrücklich zum Link-Spam.
Tipp 9: Verlinke sinnvoll, nach innen und nach außen
Verbinde deine eigenen Seiten miteinander. Aus einem Ratgebertext führt ein Link zur passenden Leistungsseite, von der Leistungsseite einer zu deinen Referenzen. Das hilft Besuchern und zeigt Google, welche Seiten zusammengehören. Nach außen verlinkst du nur, wo es dem Leser hilft, etwa auf eine Herstellerangabe oder eine Norm. Bezahlte Links und Werbung kennzeichnest du laut der Google-Anleitung zu ausgehenden Links mit rel=“sponsored“.
Tipp 10: Miss deine Ergebnisse und bessere nach
Schau regelmäßig in die Search Console: Für welche Suchanfragen wirst du angezeigt, wie oft wirst du angeklickt, und auf welchem Platz stehst du im Schnitt? Seiten, die schon auf der zweiten Seite von Google stehen, sind deine besten Kandidaten. Dort bringt eine Überarbeitung oft am schnellsten etwas. Zähl außerdem, wie viele Anfragen über die Website kommen. Ein Platz auf der ersten Seite ist nur dann etwas wert, wenn daraus Aufträge werden.
Und was ist mit Werbung, Social Media und Videos?
Google Ads bringt dich sofort nach oben, aber nur, solange du bezahlst. Für einen schnellen Start oder für Leistungen, bei denen die organische Platzierung lange dauert, kann das sinnvoll sein. Auf deine kostenlosen Platzierungen hat Werbung keinen Einfluss.
Social Media und Videos helfen dir, bekannter zu werden, und bringen Besucher auf deine Website. Ein kurzes Video, in dem du zeigst, wie ein Auftrag abläuft, kannst du auf YouTube hochladen und auf der passenden Leistungsseite zeigen. Du musst nicht auf jedem Netzwerk sein. Such dir eines aus, auf dem deine Kunden unterwegs sind, und bleib dort dran.
Häufige Fragen zur ersten Seite bei Google
Wie lange dauert es, bis meine Website auf der ersten Seite steht?
Das lässt sich pauschal nicht sagen. Es hängt davon ab, wie stark die Konkurrenz für deine Suchbegriffe ist und wie gut deine Website schon ist. Erste Bewegungen siehst du in der Search Console oft nach einigen Wochen, für umkämpfte Begriffe dauert es deutlich länger.
Kann ich meine Website selbst optimieren?
Ja. Viele der Tipps hier kannst du selbst umsetzen, vor allem Inhalte, Titel und dein Unternehmensprofil. Hilfe von außen lohnt sich, wenn dir die Zeit fehlt oder technische Probleme die Seite bremsen.
Bringt es etwas, Keywords möglichst oft zu wiederholen?
Nein. Schreib so, wie du einem Kunden die Sache erklären würdest. Der wichtigste Begriff gehört in den Titel, in die Hauptüberschrift und in den Anfang des Textes. Ständige Wiederholungen machen den Text schlechter lesbar.
Hilft mir Google Ads beim normalen Ranking?
Nein. Anzeigen und kostenlose Suchergebnisse sind bei Google getrennt. Werbung bringt dir Sichtbarkeit, solange sie läuft, aber keinen besseren Platz in den normalen Ergebnissen.
Fazit: Die erste Seite gehört dem, der die Frage am besten beantwortet
Mit einer technisch sauberen, schnellen Website, einer eigenen Seite für jede Leistung, klaren Antworten auf die Fragen deiner Kunden, einem gepflegten Unternehmensprofil und echten Empfehlungen kommst du Schritt für Schritt nach vorn. Fang mit den Seiten an, die schon fast oben stehen, und miss, ob mehr Anfragen kommen.
Du willst wissen, für welche Suchbegriffe deine Website die besten Chancen auf die erste Seite hat? Dann schauen wir uns das gemeinsam an.
