Eine Landingpage bringt mehr Anfragen, wenn ein Besucher in wenigen Sekunden versteht, was du anbietest, für wen und was er jetzt tun soll. Die Conversion-Rate ist der Anteil der Besucher, die genau das tun: anrufen, das Formular abschicken oder einen Termin buchen. Für einen Betrieb zählt am Ende nicht die Besucherzahl, sondern wie viele Anfragen daraus werden.
Die gute Nachricht: Die meisten Verbesserungen kosten kein Werbegeld. Du holst mehr aus den Besuchern heraus, die ohnehin schon kommen. Die wichtigsten Stellschrauben in Kurzform:
- Eine Überschrift, die Leistung und Ort klar nennt.
- Ein einziger Handlungsaufruf, der ohne Scrollen sichtbar ist.
- Vertrauen durch echte Fotos, echte Bewertungen und erreichbare Kontaktdaten.
- Schnelles Laden, besonders auf dem Handy.
- Ein kurzes Formular und eine anklickbare Telefonnummer.
Was ist eine Conversion-Rate und wie berechnest du sie?
Die Conversion-Rate ist die Zahl der Anfragen geteilt durch die Zahl der Besucher einer Seite, meist als Prozentwert angegeben. Du nimmst also die Anfragen eines Monats über deine Seite „Dachsanierung“, teilst sie durch die Besucher derselben Seite im selben Monat und multiplizierst mit hundert. Allgemeine Durchschnittswerte aus dem Netz helfen dir dabei wenig. Vergleiche deine Seite mit sich selbst, Monat für Monat.
Wichtig ist, dass du festlegst, was bei dir als Conversion zählt. Für einen Handwerksbetrieb sind das meistens drei Dinge: ein abgeschicktes Kontaktformular, ein Anruf über die Website und eine Terminbuchung. Klicks auf „Über uns“ oder Downloads einer Broschüre sind nett, aber keine Anfrage.
Und schau nicht nur auf die Rate. Eine Seite mit vielen Anfragen von Leuten, die nur einen Preis hören wollen, hilft dir weniger als eine Seite mit weniger, aber passenden Anfragen.
Warum ist die Überschrift so wichtig?
Weil sie das Erste ist, was der Besucher liest. Hat er nach „Flachdach undicht Hamburg“ gesucht und landet auf einer Seite mit der Überschrift „Herzlich willkommen auf unserer Website“, muss er erst suchen, ob er hier richtig ist. Viele suchen nicht lange.
Besser ist eine Überschrift, die seine Frage beantwortet: „Flachdach undicht? Wir dichten in Hamburg und Umgebung ab.“ Darunter ein Satz zum Ablauf, etwa wie schnell du dir den Schaden ansiehst und was danach passiert.
Wenn du Google Ads schaltest, gilt das doppelt. Google bewertet bei Suchkampagnen auch die Nutzererfahrung mit der Landingpage, also wie relevant und hilfreich die Seite für Leute ist, die auf deine Anzeige klicken. Das ist eine der drei Komponenten des Qualitätsfaktors. Eine Seite, die genau das hält, was die Anzeige verspricht, hilft dir dort.
Wie viele Handlungsaufrufe sollte eine Landingpage haben?
Einen. Gemeint ist nicht ein einziger Knopf, sondern ein einziges Ziel. Wenn du willst, dass Kunden einen Vor-Ort-Termin anfragen, dann führt jeder Knopf auf der Seite dorthin. Daneben darf die Telefonnummer stehen, weil viele lieber anrufen.
Was du vermeiden solltest: oben „Angebot anfordern“, in der Mitte „Newsletter abonnieren“, unten „Folge uns auf Instagram“. Jeder zusätzliche Weg ist eine Abzweigung weg von der Anfrage.
Der Text auf dem Knopf sollte sagen, was passiert. „Absenden“ sagt wenig. „Kostenlosen Vor-Ort-Termin anfragen“ sagt alles. Und der Knopf gehört in den ersten Bildschirm, ohne dass jemand scrollen muss, vor allem auf dem Handy.
Wie baust du auf der Seite Vertrauen auf?
Ein Besucher, der dich nicht kennt, lässt dich vielleicht bald in sein Haus. Er will vorher wissen, mit wem er es zu tun hat. Das schaffst du nicht mit Versprechen, sondern mit Belegen:
- Echte Fotos von deinen Baustellen, deinem Team und deinen Fahrzeugen. Bilder aus Bilddatenbanken erkennt jeder.
- Echte Bewertungen, am besten mit Verweis auf dein Google-Unternehmensprofil, damit Besucher sie dort nachlesen können.
- Name, Adresse und Telefonnummer gut sichtbar, nicht nur im Impressum.
- Ein kurzer Satz zu dir: seit wann es den Betrieb gibt, welche Qualifikation du hast, wer vorbeikommt.
- Mitgliedschaften und Zertifikate nur, wenn sie echt und aktuell sind.
Was du weglassen solltest: Superlative ohne Beleg. „Bester Service der Region“ glaubt dir niemand. Eine konkrete Zusage zur Rückmeldezeit, die du dann auch einhältst, überzeugt mehr als jedes Lob in eigener Sache.
Wie schnell muss eine Landingpage laden?
So schnell, dass niemand wartet. Google gibt mit den Core Web Vitals konkrete Richtwerte vor. Für eine gute Nutzerfreundlichkeit sollte der größte sichtbare Inhalt innerhalb von 2,5 Sekunden geladen sein (Largest Contentful Paint). Die Seite sollte auf Eingaben in höchstens 200 Millisekunden reagieren (Interaction to Next Paint) und beim Laden nicht herumspringen, gemessen als Cumulative Layout Shift von höchstens 0,1.
Ob deine Seite das schafft, zeigt dir der Core-Web-Vitals-Bericht deiner Search Console, für einzelne Seiten auch PageSpeed Insights. Die häufigsten Bremsen auf Betriebsseiten sind zu große Bilder, ein Video, das automatisch startet, und zu viele Plugins.
Worauf kommt es auf dem Handy an?
Wer einen Handwerker sucht, sucht oft unterwegs oder abends auf dem Sofa, mit dem Handy in der Hand. Deine Landingpage muss dort genauso gut funktionieren wie am Rechner:
- Die Telefonnummer ist ein anklickbarer Link. Ein Tipp, und das Telefon wählt.
- Knöpfe sind groß genug für den Daumen und haben Abstand zueinander.
- Das Formular hat nur die Felder, die du wirklich brauchst: Name, Telefon oder E-Mail, Ort, kurze Beschreibung. Ein Foto-Upload hilft, wenn du Schäden vorab sehen willst.
- Kein Pop-up, das den Inhalt verdeckt, bevor der Besucher überhaupt gelesen hat.
Teste deine Seite selbst auf deinem Handy. Füll das Formular einmal aus und schick es ab. Kommt die Anfrage an? Kommt eine Bestätigung? Du wärst überrascht, wie oft genau dieser Schritt kaputt ist.
Wie findest du heraus, was wirklich wirkt?
Ändere nicht alles auf einmal. Wenn du gleichzeitig Überschrift, Knopf und Bilder austauschst, weißt du hinterher nicht, was geholfen hat.
Halte zuerst fest, wo du stehst: Wie viele Besucher hatte die Seite im letzten Monat, wie viele Anfragen kamen? Dann änderst du eine Sache, zum Beispiel die Überschrift, und vergleichst nach einigen Wochen. Wird es besser, behältst du die Änderung. Wird es schlechter, nimmst du sie zurück.
Bei wenig Besuchern brauchen solche Vergleiche Geduld. Ein klassischer A/B-Test, bei dem zwei Fassungen gleichzeitig laufen, braucht deutlich mehr Besucher, als die meisten Betriebsseiten haben. Für kleine Betriebe ist der Vorher-nachher-Vergleich meistens der realistischere Weg.
Häufige Fragen zu Landingpages und Conversion-Rate
Was ist der Unterschied zwischen Landingpage und Startseite?
Die Startseite stellt deinen ganzen Betrieb vor. Eine Landingpage ist auf eine Leistung und ein Ziel ausgerichtet, zum Beispiel auf Anfragen für Dachsanierung in deiner Stadt. Besucher aus einer Anzeige oder einer gezielten Suche sollten auf so einer Seite landen.
Wie lang sollte eine Landingpage sein?
So lang, dass alle wichtigen Fragen beantwortet sind. Das Wichtigste steht oben. Wer mehr wissen will, scrollt weiter und findet dort Ablauf, Fotos, Bewertungen und häufige Fragen.
Soll ich Preise auf die Landingpage schreiben?
Das hängt von deiner Leistung ab. Bei Arbeiten, die du erst vor Ort einschätzen kannst, ist ein klarer Satz zum Ablauf oft hilfreicher als eine Zahl: Termin, Besichtigung, schriftliches Angebot.
Wie oft sollte ich meine Landingpage überarbeiten?
Schau dir die Zahlen einmal im Monat an. Überarbeite gezielt, wenn Besucher kommen, aber kaum Anfragen. Gib jeder Änderung einige Wochen Zeit, bevor du die nächste machst.
Brauche ich für eine gute Landingpage einen Page-Builder?
Nein. Entscheidend sind Inhalt, Aufbau und Ladezeit. Mit welchem Werkzeug die Seite gebaut ist, sieht der Besucher nicht.
Du willst wissen, warum deine Seite Besucher hat, aber kaum Anfragen?
Wir gehen mit dir deine wichtigste Landingpage durch, auf dem Handy und am Rechner, und zeigen dir, an welcher Stelle Besucher abspringen und was du zuerst ändern solltest. Kostenloses Erstgespräch
