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Google Ads Abstrafung vermeiden: Was Google sperrt und wie du es verhinderst

Eine „Abstrafung“ bei Google Ads heißt in Googles eigenen Worten: Deine Anzeige wird abgelehnt, ihre Auslieferung eingeschränkt, dein Konto bekommt eine Verwarnung oder wird gesperrt. Fast immer steckt eine von drei Ursachen dahinter. Die Anzeige verspricht etwas, das die Zielseite nicht hält. Die Zielseite funktioniert nicht richtig. Oder im Konto stimmt etwas mit Zahlung oder Zugriff nicht.

Die gute Nachricht für dich als Betriebsinhaber: Alle drei Ursachen kannst du selbst prüfen, bevor du Geld ausgibst. Wer sauber wirbt, kommt mit Google Ads in der Regel ohne Ärger aus. Kurz gesagt: Schreib in die Anzeige nur, was du wirklich lieferst. Schick die Leute auf eine Seite, die funktioniert und genau dieses Angebot zeigt. Und halte dein Konto mit sicherem Zugang und funktionierender Zahlung sauber.

Im Folgenden erfährst du, was Google bei Verstößen genau tut, welche Fehler bei Handwerksbetrieben typisch sind und wie du sie selbst findest.

Was passiert bei einem Verstoß gegen die Google-Ads-Richtlinien?

Google beschreibt in den Google-Ads-Richtlinien, welche Inhalte erlaubt, eingeschränkt oder verboten sind. Verstößt eine Anzeige dagegen, wird sie in der Regel abgelehnt und nicht mehr ausgeliefert. Das ist ärgerlich, aber noch kein Drama: Du korrigierst die Anzeige und reichst sie neu ein.

Ernster wird es, wenn sich ein Verstoß wiederholt. Für eine Reihe von Richtlinien hat Google ein Verfahren bei wiederholten Richtlinienverstößen eingeführt. Beim ersten Verstoß gibt es nur eine Warnung per E-Mail. Danach folgen bis zu drei Verwarnungen. Bei der ersten Verwarnung wird das Konto für drei Tage deaktiviert, bei der zweiten für sieben Tage. Die dritte Verwarnung führt zur Kontosperrung. Die zweite Verwarnung gibt es, wenn du innerhalb von 90 Tagen nach der ersten noch einmal gegen dieselbe Richtlinie verstößt.

Dieses Verfahren gilt nur für bestimmte Richtlinien, darunter „Clickbaiting“, „Irreführendes Anzeigendesign“ sowie Telefonverzeichnis-, Anrufweiterleitungs- und Anrufaufzeichnungsdienste. Für Betriebe, die mit Notdienst-Anzeigen arbeiten, sind gerade die letzten beiden Punkte wichtig. Und wenn du eine Verwarnung für falsch hältst, kannst du laut Google Einspruch einlegen.

Wann sperrt Google ein Konto sofort?

Bei schwerwiegenden Verstößen wartet Google nicht. Laut dem Hilfeartikel zur Sperrung von Google-Ads-Konten wird ein Konto dann sofort und ohne vorherige Warnung gesperrt. Als schwerwiegend gilt ein Verstoß, wenn er rechtswidrig ist oder Nutzern oder der Werbeplattform erheblich schadet. Bei wiederholten Verstößen, die zu einer Sperrung führen, kündigt Google die Sperrung mindestens sieben Tage vorher an.

Im selben Artikel stehen Gründe, die mit Werbetexten gar nichts zu tun haben. Ein Konto kann auch wegen Problemen bei Abrechnung und Zahlung gesperrt werden, zum Beispiel wegen einer Rückbuchung, verdächtiger Zahlungen oder einer ausstehenden Zahlung. Und wenn Google merkt, dass sich ein Unbefugter Zugang zu deinem Konto verschafft hat, kann Google es zum Schutz sperren, bis die Sache geklärt ist.

Für dich heißt das: Eine abgelaufene Kreditkarte oder eine zurückgebuchte Lastschrift kann deine Werbung genauso stoppen wie ein schlechter Anzeigentext. Schau deshalb einmal im Monat in die Abrechnung, nicht erst, wenn das Telefon still bleibt.

Welche Fehler sind bei Handwerksbetrieben typisch?

Versprechen, die du nicht immer halten kannst

Die Richtlinie zur falschen Darstellung verbietet unter dem Punkt „Unbewiesene Behauptungen“ falsche Aussagen und solche, die ein unwahrscheinliches Ereignis als erwartbar darstellen. „Sofort vor Ort“ klingt stark. Wenn du das an einem Freitagnachmittag im Berufsverkehr nicht schaffst, ist es genau so eine Behauptung. Schreib lieber, was immer stimmt: dass du einen Notdienst hast, in welchen Orten du arbeitest und wie Kunden dich erreichen.

Angebote, die auf der Seite fehlen

Ebenfalls unter falscher Darstellung fällt der Punkt „Nicht verfügbare Angebote“. Gemeint sind beworbene Leistungen, die auf der Zielseite nicht vorhanden oder nicht leicht zu finden sind. Wirbst du mit „Badsanierung“, landet der Kunde aber auf der Startseite, auf der vor allem Heizungen stehen, passt das nicht zusammen. Jede Anzeigengruppe braucht eine Seite, die genau ihre Leistung zeigt.

Eine Zielseite, die nicht funktioniert

Die Richtlinie Anforderungen an Ziele soll sicherstellen, dass die Landingpage relevant ist, funktioniert und sich leicht bedienen lässt. Abgelehnt werden zum Beispiel Ziele, die nicht richtig funktionieren oder für den Prüf-Crawler von Google einen HTTP-Fehlercode liefern. Das passiert schneller, als du denkst: Jemand benennt eine Seite um, die alte Adresse läuft ins Leere, und die Anzeige zeigt weiter auf die alte Adresse. Vor einer Kontosperrung wegen dieser Richtlinie spricht Google laut Hilfeartikel immer eine Warnung aus, mindestens sieben Tage vorher.

Unter derselben Richtlinie fallen Seiten mit zu wenig eigenem Inhalt, etwa Seiten, die Inhalte aus einer anderen Quelle kopieren, ohne etwas Eigenes hinzuzufügen. Auch eine Telefonnummer in der Anzeige, die nicht bestätigt ist, kann ein Ablehnungsgrund sein.

Was hat der Qualitätsfaktor mit Abstrafungen zu tun?

Viele verwechseln einen schwachen Qualitätsfaktor mit einer Strafe. Das ist er nicht. Google beschreibt den Qualitätsfaktor für Suchkampagnen als Diagnosewerkzeug. Er wird je Keyword auf einer Skala von 1 bis 10 angezeigt und fließt laut Google nicht in die Anzeigenauktion ein.

Trotzdem lohnt der Blick hinein, denn er zeigt dir, wo deine Anzeigen schwächer sind als die anderer Werbetreibender. Er setzt sich aus drei Teilen zusammen: der voraussichtlichen Klickrate, der Anzeigenrelevanz und der Nutzererfahrung mit der Landingpage. Jeder Teil bekommt die Bewertung „Überdurchschnittlich“, „Durchschnittlich“ oder „Unterdurchschnittlich“. Verglichen wird mit Anzeigen, die in den letzten 90 Tagen für genau dieselbe Suche ausgeliefert wurden. Steht bei der Landingpage „Unterdurchschnittlich“, ist das meistens derselbe Fehler wie oben: Die Seite passt nicht zur Suche.

Wie prüfst du dein Konto selbst?

Du brauchst dafür keine Fachkenntnisse, nur einen ruhigen Moment im Büro.

  1. Anzeigen mit Status prüfen: Filtere in Google Ads nach abgelehnten oder eingeschränkten Anzeigen. Zu jeder Ablehnung nennt Google die Richtlinie. Lies den verlinkten Hilfeartikel, bevor du etwas änderst.
  2. Jede Ziel-URL selbst anklicken: Am Handy, nicht nur am Rechner. Lädt die Seite? Steht die beworbene Leistung oben? Funktioniert die Telefonnummer per Fingertipp?
  3. Versprechen gegenlesen: Geh alle Anzeigentexte durch und streich jede Zusage, die du nicht an jedem Tag einhalten kannst.
  4. Abrechnung ansehen: Ist die Zahlungsmethode gültig? Gibt es offene Beträge?
  5. Zugang sichern: Wer hat Zugriff auf das Konto? Ehemalige Mitarbeiter und alte Dienstleister entfernst du. Für dein eigenes Google-Konto schaltest du die Bestätigung in zwei Schritten ein.
  6. Qualitätsfaktor anschauen: Blende die Spalten für die drei Teile ein und sieh dir die Keywords mit „Unterdurchschnittlich“ zuerst an.

Dazu kommt ein Punkt, den viele erst bemerken, wenn die Mail kommt: Google will letztlich alle Werbetreibenden einer Überprüfung des Werbetreibenden unterziehen. Du wirst im Konto oder per E-Mail darüber informiert und bekommst eine Frist. Hältst du sie nicht ein, können Anzeigen eingeschränkt werden. Leg dir die nötigen Unterlagen zu deinem Betrieb also bereit, bevor die Aufforderung kommt.

Häufige Fragen zu Abstrafungen bei Google Ads

Woran erkenne ich, dass meine Anzeigen abgestraft wurden?

Google zeigt den Status direkt bei der Anzeige an, etwa „Abgelehnt“ oder „Eingeschränkt“, und nennt die betroffene Richtlinie. Bei Verwarnungen wirst du laut Google zusätzlich im Konto und per E-Mail benachrichtigt.

Kann ein gesperrtes Konto wieder freigeschaltet werden?

Google beschreibt im Hilfeartikel zur Kontosperrung, wie du ein gesperrtes Konto wieder aktivieren lassen kannst. Bei Verwarnungen kannst du die Verwarnung bestätigen oder Einspruch einlegen. Wichtig ist, dass du den Grund zuerst behebst. Sonst landest du schnell wieder am selben Punkt.

Wird meine Werbung teurer, wenn der Qualitätsfaktor niedrig ist?

Der Qualitätsfaktor selbst ist nach Googles Angaben nur eine Diagnose und kein Teil der Auktion. Er zeigt dir aber, ob Anzeige und Landingpage zur Suche passen. Und genau das entscheidet, ob aus einem bezahlten Klick eine Anfrage wird.

Muss ich jede Anzeige vor dem Start prüfen lassen?

Google prüft jede Anzeige selbst, automatisch und teilweise von Hand. Deine eigene Prüfung ersetzt das nicht, sie verhindert aber die meisten Ablehnungen, bevor sie passieren. Die sechs Punkte oben reichen dafür.

Fazit: Sauber werben spart Ärger und Geld

Abstrafungen bei Google Ads kommen selten aus heiterem Himmel. Meist verspricht eine Anzeige mehr, als die Seite zeigt, die Seite funktioniert nicht oder im Konto hakt es bei Zahlung oder Zugriff. Wenn du diese drei Stellen regelmäßig prüfst, bleibt deine Werbung online, und jeder Klick landet dort, wo aus Interesse eine Anfrage werden kann.

Du willst wissen, ob in deinem Konto etwas schiefläuft oder ob deine Anzeigen auf die richtigen Seiten führen? Dann schauen wir uns dein Konto gemeinsam an.

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