Interne Verlinkung heißt: Du verbindest die Seiten deiner eigenen Website mit Links, damit Besucher und Google die wichtigen Seiten finden. Für einen Betrieb sind das meistens die Leistungsseiten, auf denen jemand anfragt. Gut verlinkt bedeutet: Jede dieser Seiten ist von mehreren passenden Stellen aus erreichbar, und der Linktext sagt klar, was dahinter kommt.
Das ist eine der billigsten SEO-Maßnahmen überhaupt. Du brauchst kein Budget und keine neuen Texte, nur einen Nachmittag und den Bericht „Links“ in der Google Search Console. Die Kurzfassung:
- Lege fest, welche Seiten Anfragen bringen sollen.
- Prüfe, ob diese Seiten von anderen Seiten deiner Website verlinkt sind.
- Setze Links aus Blogbeiträgen und Ratgebern auf die passende Leistungsseite.
- Schreib Linktexte, die ohne Zusammenhang verständlich sind.
- Repariere Links, die ins Leere führen.

Warum ist interne Verlinkung für deinen Betrieb wichtig?
Google findet neue Seiten vor allem über Links. Die Google-Dokumentation sagt dazu: Google nutzt Links als Signal für die Relevanz von Seiten und um neue Seiten zum Crawlen zu finden. Und weiter: Auf jede Seite, die dir wichtig ist, sollte mindestens eine weitere Seite deiner Website verlinken. Nachlesen kannst du das in den Link-Best-Practices von Google.
Für deinen Betrieb hat das eine ganz praktische Folge. Viele Handwerkerseiten haben einen Blog oder einen Ratgeber, der Besucher bringt. Wer dort über „Feuchte Wände im Keller“ liest, hat ein Problem. Fehlt am Ende der Link auf deine Leistungsseite, liest er zu Ende und geht. Mit dem Link landet er da, wo er anfragen kann.
Interne Links sind also zwei Dinge auf einmal. Für Google sind sie Wegweiser, für deine Besucher der nächste Schritt zur Anfrage.
Welche Seiten sollten die meisten internen Links bekommen?
Die Seiten, mit denen du Geld verdienst. Das klingt banal, ist aber auf vielen Websites anders. Oft bekommen die Startseite, das Impressum und der Datenschutz die meisten internen Links, weil sie in Menü und Fußzeile auf jeder Seite stehen. Die Seite „Kellerabdichtung“ hängt dagegen nur im Menü.
Schreib dir deshalb eine kurze Liste:
- Welche drei bis fünf Leistungen bringen dir die besten Aufträge?
- Gibt es für jede dieser Leistungen eine eigene Seite?
- Von welchen Seiten deiner Website gehen heute Links dorthin?
Die letzte Frage beantwortet dir die Search Console. Im Bericht „Links“ siehst du unter „Interne Links“, welche deiner Seiten am häufigsten von deiner eigenen Website verlinkt werden. Klickst du auf eine Seite, siehst du, welche Seiten auf sie verweisen. Steht deine wichtigste Leistungsseite dort weit unten, weißt du, wo du anfangen musst.

Wie baust du eine klare Seitenstruktur auf?
Eine gute Struktur für einen Handwerksbetrieb ist flach und logisch. Ganz oben steht die Startseite. Darunter liegen die Leistungsseiten. Darunter oder daneben liegen Ratgeber, Blogbeiträge und Referenzen, die jeweils auf die passende Leistung verweisen.
Ein Beispiel für einen Malerbetrieb:
- Startseite verlinkt auf: Innenanstrich, Fassade, Tapezieren, Bodenbeläge
- Fassade verlinkt auf: Ratgeber „Wann muss die Fassade neu gestrichen werden?“, Referenzen Fassade, Kontakt
- Ratgeber „Wann muss die Fassade neu gestrichen werden?“ verlinkt zurück auf: Fassade
So entsteht ein Kreislauf. Ratgeber bringen Leser, die Leser landen auf der Leistungsseite, und die Leistungsseite zeigt weiterführende Infos. Jeder wichtige Inhalt ist mit wenigen Klicks erreichbar.
Prüf dabei, ob die Links wirklich echte Links sind. Laut Google kann der Crawler einen Link in der Regel nur folgen, wenn er als <a>-Element mit href-Attribut im Code steht. Schaltflächen, die nur per JavaScript weiterleiten, sind für Google oft unsichtbar. Bei Baukästen und manchen Page-Buildern lohnt sich ein Blick in den Quelltext.
Wie schreibst du gute Linktexte?
Der Linktext, auch Ankertext genannt, ist der sichtbare, klickbare Text. Google beschreibt guten Ankertext als aussagekräftig, prägnant und passend zur Seite, auf der er steht, und zur Seite, auf die er verweist.
Schlecht: „Mehr Infos gibt es hier.“, wobei nur das Wort „hier“ verlinkt ist. Das Wort „hier“ sagt weder dem Besucher noch Google etwas.
Besser: „Wie wir dabei vorgehen, steht auf der Seite zur Kellerabdichtung von innen.“ Wenn du nur den verlinkten Teil liest, weißt du, worum es geht.
Ein guter Test aus der Google-Dokumentation: Lies nur den Linktext ohne den Satz drumherum. Ergibt er allein Sinn? Dann passt er.
Zwei Dinge solltest du vermeiden. Erstens: Keywords in den Linktext stopfen. Google schreibt ausdrücklich, dass überflüssige Keywords gegen die Spam-Richtlinien verstoßen können. „Kellerabdichtung Hamburg günstig schnell Profi“ ist kein Linktext, sondern ein Warnsignal. Zweitens: viele Links direkt hintereinander, jeder auf ein einzelnes Wort. Das macht es für Leser schwer, die Links auseinanderzuhalten.

Wie viele interne Links pro Seite sind sinnvoll?
Eine feste Zahl gibt es nicht. Google sagt selbst, es gebe keine magische ideale Anzahl von Links auf einer Seite. Wenn du aber den Eindruck hast, dass es zu viele sind, sind es wahrscheinlich auch zu viele.
Für die Praxis heißt das: Setze einen Link dort, wo er dem Leser weiterhilft. In einem Ratgeber zu feuchten Kellerwänden passt ein Link zur Kellerabdichtung und vielleicht einer zur Schimmelsanierung. Ein Link zum Fliesenlegen passt dort nicht, auch wenn du es anbietest.
Ältere SEO-Ratgeber sprachen viel von „Linkjuice“, den du gezielt verteilen sollst. So mechanisch arbeitet Google nicht. Wichtiger ist, dass die Links für deine Besucher Sinn ergeben. Dann passen sie in der Regel auch für Google.
Welche Fehler bremsen deine interne Verlinkung aus?
Die häufigsten Probleme auf Handwerkerseiten sind schnell gefunden:
- Links auf Seiten, die es nicht mehr gibt. Wer klickt, landet auf einer Fehlerseite und ist weg. Nach jedem Umbau der Website gehören alle Links geprüft.
- Links auf alte Adressen, die erst weitergeleitet werden. Das funktioniert, ist aber ein Umweg. Trag besser direkt die neue Adresse ein.
- Seiten ohne einen einzigen eingehenden Link, sogenannte Waisen. Oft sind das Leistungsseiten, die irgendwann angelegt und nie ins Menü oder in Texte eingebunden wurden.
- Jeder Blogbeitrag verlinkt nur auf die Startseite. Der Besucher muss dann selbst suchen, welche Leistung zu seinem Problem passt.
- Derselbe Linktext für verschiedene Ziele, etwa dreimal „Leistungen“ auf drei unterschiedliche Seiten.

So gehst du an einem Nachmittag vor
- Öffne in der Search Console den Bericht „Links“ und schau dir die intern meistverlinkten Seiten an.
- Vergleiche die Liste mit deinen drei bis fünf wichtigsten Leistungsseiten.
- Such dir für jede Leistungsseite zwei oder drei Ratgeber oder Beiträge, die zum Thema passen.
- Setze in diesen Texten einen Link mit klarem Linktext auf die Leistungsseite, am besten dort, wo das Problem beschrieben wird.
- Prüfe umgekehrt, ob die Leistungsseite auf passende Ratgeber oder Referenzen verweist.
- Klick alle Links einmal durch. Was ins Leere führt, korrigierst du sofort.
Danach heißt es warten. Google muss die geänderten Seiten erst neu crawlen. Schau nach einigen Wochen wieder in die Search Console, ob die Leistungsseiten bei mehr Suchanfragen erscheinen und ob über die Website mehr Anfragen kommen.
Häufige Fragen zur internen Verlinkung
Was ist der Unterschied zwischen internen und externen Links?
Interne Links verbinden Seiten deiner eigenen Website. Externe Links führen auf andere Websites. Links von fremden Websites auf deine heißen Backlinks.
Soll ich externe Links vermeiden, damit Besucher nicht abspringen?
Nein. Google schreibt, dass externe Links helfen können, Vertrauenswürdigkeit zu zeigen, zum Beispiel wenn du Quellen zitierst. Verlinke nach außen, wenn es deinen Lesern hilft.
Wie finde ich Seiten ohne interne Links?
Leg deine Liste aller Seiten neben den Bericht „Links“ der Search Console. Seiten, die dort bei den intern verlinkten Seiten nicht auftauchen, bekommen vermutlich keine oder kaum Links.
Zählen Links im Menü und in der Fußzeile?
Ja, auch das sind interne Links. Sie stehen aber auf jeder Seite gleich. Links mitten im Text, passend zum Thema, geben Besuchern und Google mehr Zusammenhang.
Wie oft sollte ich die interne Verlinkung prüfen?
Nach jedem größeren Umbau und jedes Mal, wenn du eine neue Leistungsseite oder einen neuen Ratgeber veröffentlichst. Jede neue Seite bekommt am selben Tag Links von passenden bestehenden Seiten.
Du willst wissen, ob deine Leistungsseiten richtig verlinkt sind?
Wir schauen uns mit dir den Bericht „Links“ deiner Search Console an, zeigen dir, welche Seiten zu wenig Links bekommen, und legen fest, welche Verbindungen du zuerst setzt. Kostenloses Erstgespräch
