Local SEO heißt: Deine Website und dein Google-Unternehmensprofil sind so aufgestellt, dass Menschen aus deiner Region dich finden, wenn sie genau deine Leistung suchen. Für einen Betrieb mit festem Einzugsgebiet zählt nicht, ob du in ganz Deutschland gefunden wirst. Es zählt, ob der Hausbesitzer zwei Straßen weiter dich findet, wenn sein Problem akut ist.
Die Kurzfassung für deine Website:
- Name, Adresse und Telefonnummer überall gleich schreiben, auf der Website wie im Unternehmensprofil.
- Jede wichtige Leistung bekommt eine eigene Seite, die Leistung und Ort klar nennt.
- Dein Google-Unternehmensprofil vollständig ausfüllen und mit der Website verknüpfen.
- Die Website schnell und auf dem Handy gut bedienbar machen.
- Links und Erwähnungen aus deiner Region sammeln, etwa von Verbänden und Partnern.
- Monatlich nachsehen, welche Suchanfragen wirklich zu Anrufen führen.
Was du davon hast: weniger Abhängigkeit von Portalen, die für jede Anfrage kassieren, und Anfragen von Leuten, die schon wissen, dass du in ihrer Gegend arbeitest.

Was unterscheidet Local SEO von normaler Suchmaschinenoptimierung?
Bei der allgemeinen Suchmaschinenoptimierung geht es um ein Thema, egal wo der Suchende sitzt. Bei Local SEO kommt der Ort dazu. Wer „Heizung entlüften“ sucht, will vielleicht nur eine Anleitung. Wer „Heizungsnotdienst Rostock“ sucht, will einen Betrieb, und zwar heute.
Google zeigt bei solchen Suchen oft eine Karte mit Betrieben aus der Nähe, darunter die normalen Treffer. In beiden Bereichen kannst du auftauchen. Die Karte speist sich vor allem aus deinem Unternehmensprofil, die Treffer darunter aus deiner Website. Gute Local SEO kümmert sich um beides, weil die beiden sich gegenseitig stützen.
Warum muss dein Firmenname überall gleich geschrieben sein?
Name, Adresse und Telefonnummer, kurz NAP, sind für Google eine Art Ausweis. Steht der Firmenname auf der Website mit GmbH, im Profil ohne und in umgedrehter Reihenfolge, und im Branchenbuch noch eine alte Telefonnummer, passt der Ausweis nicht zusammen. Kunden verwirrt das genauso.
Google verlangt in seinen Richtlinien für die Darstellung von Unternehmen, dass du im Profil einheitlich den Namen verwendest, den du auch auf deiner Website, deinem Briefpapier und gegenüber Kunden nutzt. Zusätzliche Suchbegriffe im Namen sind dort ausdrücklich nicht erlaubt und können zur Sperrung des Profils führen.
Praktisch heißt das: Leg einmal fest, wie dein Betrieb geschrieben wird. Prüf dann Website-Impressum, Fußzeile, Unternehmensprofil, Branchenverzeichnisse, Social-Media-Profile und deine Fahrzeugbeschriftung. Jede Abweichung korrigierst du, auch wenn es nur ein Bindestrich ist.

Wie baust du deine Website für Suchen aus deiner Region?
Viele Betriebe haben eine Seite „Leistungen“, auf der alles in einer Liste steht. Google kann damit wenig anfangen, und ein Besucher mit einem bestimmten Problem auch nicht. Besser ist eine eigene Seite je Leistung, mit der du Geld verdienen willst. Auf jede Seite gehören die Leistung, das Gebiet, in dem du sie anbietest, typische Fragen deiner Kunden und echte Fotos von deinen Baustellen.
Den Ort nennst du so, wie Kunden ihn sagen: die Stadt, gern auch Stadtteile oder Nachbarorte, in die du wirklich fährst. Schreib keine Liste mit zwanzig Ortsnamen ans Seitenende. Das hilft niemandem und sieht für Google nach Masse aus.
Ein Fehler kommt dabei oft vor: Ortsseiten, die sich nur im Stadtnamen unterscheiden. Wenn die Seite für die Nachbarstadt wortgleich ist, hat sie keinen Grund zu ranken. Eine Ortsseite lohnt sich nur, wenn du dort echte Aufträge hast und etwas Eigenes dazu sagen kannst, etwa typische Häuser in der Gegend oder wie schnell du vor Ort bist.
Technisch hilft ein kleiner Zusatz: strukturierte Daten vom Typ LocalBusiness. Damit liest Google Name, Adresse, Telefonnummer und Öffnungszeiten maschinenlesbar aus. Wie das aussieht, zeigt Google in der Dokumentation zu strukturierten Daten für lokale Unternehmen. Die Daten müssen zu dem passen, was sichtbar auf der Seite steht.
Welche Rolle spielt das Google-Unternehmensprofil?
Für die Kartenergebnisse ist es das wichtigste Werkzeug. Füll es vollständig aus: Kategorie, Leistungen, Einzugsgebiet, Öffnungszeiten, Fotos und den Link auf deine Website. Bei der Kategorie gilt laut den oben verlinkten Richtlinien: so wenige wie möglich und so genau wie möglich, passend zu deinem Kerngeschäft. Eine Kategorie ist kein Keyword.
Fährst du zu deinen Kunden und empfängst niemanden in einem Ladenlokal, legst du ein Einzugsgebiet fest. Die Richtlinien sehen für solche Betriebe vor, dass das Profil zum Unternehmensstandort gehört und das Gebiet angegeben wird, in dem du arbeitest.
Dazu kommen Bewertungen. Google nennt in seiner Hilfe zum Ranking in lokalen Suchergebnissen ausdrücklich die Anzahl der Rezensionen und die Websites, die auf ein Unternehmen verweisen, als Teil der Bekanntheit. Bitte zufriedene Kunden also aktiv um eine Bewertung und antworte auf jede, die dir etwas Neues sagt.

Warum zählen Ladezeit und Handy so viel?
Wer lokal sucht, sitzt oft nicht am Schreibtisch. Er steht im Keller vor der tropfenden Leitung und hat das Handy in der Hand. Lädt deine Seite dann ewig, oder ist die Telefonnummer nicht antippbar, ruft er den nächsten Betrieb an.
Google beschreibt mit den Core Web Vitals, was eine gute Nutzererfahrung ausmacht, und empfiehlt Website-Inhabern, gute Werte anzustreben. Für dich reicht im Alltag ein einfacher Test: Öffne deine Seite auf dem eigenen Handy im Mobilfunknetz. Siehst du sofort, was du anbietest und wie dich jemand anruft? Wenn nicht, gibt es Arbeit.
Woher bekommst du Links aus deiner Region?
Wenn andere Websites auf deinen Betrieb verweisen, wertet Google das als Zeichen, dass er bekannt ist. Für einen lokalen Betrieb sind die besten Links die, die es in deiner Gegend ohnehin gibt:
- deine Innung oder dein Fachverband mit einer Mitgliederliste
- Hersteller, deren Partnerbetrieb du bist
- der Sportverein, den du unterstützt
- Kollegen aus anderen Gewerken, mit denen du regelmäßig zusammenarbeitest
- die Lokalzeitung, wenn sie über ein Projekt oder deine Ausbildung berichtet
Gekaufte Linkpakete von fremden Seiten ohne Bezug zu dir bringen dagegen nichts und können schaden. Ein echter Link von der Kreishandwerkerschaft ist mehr wert als eine Handvoll aus irgendeinem Verzeichnis.

Welche Fehler bremsen deine lokale Sichtbarkeit?
Die meisten Bremsen sind schnell behoben, wenn du sie kennst:
- Die Website nennt nirgends, in welchem Gebiet du arbeitest.
- Im Profil stehen falsche oder zu viele Kategorien.
- Eine alte Telefonnummer geistert noch durch Verzeichnisse.
- Die Leistungsseite ist ein Absatz mit drei Sätzen, ohne Fotos.
- Bewertungen bleiben monatelang unbeantwortet.
- Es gibt keinen klaren Weg zur Anfrage: kein Telefonknopf, kein kurzes Formular.
Fang beim letzten Punkt an. Sichtbarkeit nützt dir erst, wenn aus dem Besucher eine Anfrage wird.

Wie misst du, ob deine Local SEO Anfragen bringt?
Rankings sind ein Zwischenschritt. Was dein Betrieb braucht, sind Anrufe, Mails und Termine. Die Search Console von Google zeigt dir, bei welchen Suchanfragen deine Website erscheint und wie oft geklickt wird. Im Unternehmensprofil zeigt dir Google, wie oft Leute angerufen, eine Route geplant oder deine Website geöffnet haben.
Ergänze das mit einer simplen Frage an jeden neuen Kunden: „Wie hast du uns gefunden?“ Schreib die Antwort auf. Nach einigen Wochen siehst du, ob Google, das Profil, eine Empfehlung oder ein Portal die Aufträge bringt, und kannst deine Zeit dorthin stecken, wo sie etwas bewirkt.
Und die KI-Suche?
Immer mehr Menschen fragen ChatGPT oder bekommen in der Google-Suche eine Übersicht mit KI angezeigt. Google schreibt in seinem Leitfaden zu KI-Funktionen und deiner Website, dass dafür keine zusätzlichen Anforderungen gelten und die bekannten Grundlagen weiter zählen. Für dich heißt das: Seiten, die eine Frage klar und vollständig beantworten, mit eindeutigen Angaben zu Leistung und Ort, haben dort die besseren Karten.
Häufige Fragen zu Local SEO
Was ist Local SEO?
Local SEO ist Suchmaschinenoptimierung für Suchen mit Ortsbezug. Ziel ist, dass dein Betrieb bei Google in der Karte und in den Treffern erscheint, wenn jemand in deiner Region nach deiner Leistung sucht.
Brauche ich für Local SEO eine eigene Website?
Ein Unternehmensprofil allein bringt dich in die Karte. Für die Treffer darunter und für alle, die vor dem Anruf mehr wissen wollen, brauchst du eine Website mit eigenen Seiten für deine wichtigsten Leistungen.
Wie wichtig sind Google-Bewertungen?
Sehr wichtig. Google zählt die Anzahl der Rezensionen zur Bekanntheit eines Unternehmens, und Kunden lesen sie vor dem Anruf. Bitte zufriedene Kunden direkt nach dem Auftrag darum.
Wie oft sollte ich meine Local SEO prüfen?
Schau einmal im Monat in Search Console und Unternehmensprofil. Prüf deine Firmendaten in Verzeichnissen, wenn sich Telefonnummer, Adresse oder Öffnungszeiten ändern.
Helfen Social-Media-Profile bei Local SEO?
Indirekt. Solche Profile sind ein weiterer Ort, an dem Name, Adresse und Telefonnummer stimmen sollten, und ein Weg, auf dem Kunden zu deiner Website finden. Den Platz in der Karte bestimmen sie nicht.
Du willst wissen, wo deine Region dich gerade nicht findet?
Wir schauen gemeinsam auf deine Website, dein Unternehmensprofil und deine Search Console und legen fest, welche zwei, drei Baustellen du zuerst angehst. Kostenloses Erstgespräch
