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SEO 2020 – Gehört die Suchmaschinenoptimierung zum alten Eisen?

suchmaschinenoptimierung

Suchmaschinenoptimierung – das macht doch keiner mehr!

Ist das wirklich so? Hier ein paar Gedankenansätze für Dich!

SEO ist tot, es lebe SEO!

Das habe ich schon vor Jahren gelesen und auch so propagiert. Die „Branche“ erfindet sich – ja man kann schon fast sagen – täglich neu.

Ich denke, wir sollten ersteimal klären,

  • was SEO oder Suchmaschinenoptimierung überhaupt ist,
  • in wie weit sich SEO entwickelt bzw. verändert hat
  • was bei der Optimierung für Suchmaschinen zu beachten und wichtig ist
  • was Du selbst tun kannst

Was ist SEO / Suchmaschinenoptimierung…

… und was nicht?

Fangen wir erst einmal damit an, was SEO NICHT ist (das hat überdies mit 2020 nichts zu tun).

Suchmaschinenoptimierer sind weder Magier noch Hexenkünstler, die mit heimlichen Beschwörungsritualen Deine Website auf Platz 1 in Google bringen. In diesem Zusammenhang möchte ich sagen, dass ich froh bin, dass wir dem Mittelalter entschwunden sind. Womöglich wäre auch ich jetzt bereits auf dem Scheiterhaufen verbrannt, gevierteilt oder ersäuft worden.

Auch hält sich hartnäckig der Glaube und das Versprechen, dass es mit Hilfe dieser SEO – Maßnahmen möglich sei, binnen weniger Tagen Deine Website mit dem vorgesehenen Keyword auf die erste Seite von Google & Co. zu bringen. Diese Aussage ist nur teilweise richtig! Du musst hier den Kontext verstehen.  Wie Du sicher weißt, sind diverse Punkte, wie Wettbewerbsdichte, technische Vorraussetzungen Deiner Website u. v. m. hierbei zu berücksichtigen. Natürlich ist es mir auch schon gelungen, Seiten innerhalb von 4 Stunden zu einem Thema auf die erste Seite zu bringen. Dennoch werde ich hierzu keine Garantie geben (können).

Des Weiteren ist SEO kein „Allheilmittel“. Wenn Du Dich nur auf die Optimierung auf Google beschränkst, was ist, wenn Du Deine Seite beispielsweise „überoptimiert“ hast? Zuviel des Guten kann auch unter Umständen Dir (aus SEO Sicht) Dein Genick brechen. Ich habe dies selbst auf sehr schmerzhafte Weise kennenlernen müssen. SEO-Optimierung ist nur ein Baustein des Online Marketing Mixes – wenn auch ein sehr bedeutsamer. Daher solltest Du, um Dich nicht völlig abhängig zu machen, auch die anderen Bausteine, wie Werbung auf Suchmaschinen, Anzeigenschaltung auf Facebook & Co. etc. betreiben.

Nächstes Gerücht – einmal was tun und gut is(t). Hmm, auch hier muss ich leider widersprechen. SEO ist als Prozess zu sehen. Denn es ist die eine Seite, mit den zu optimierenden Suchbegriffen (Keywords) in die vorderen Platzierungen zu kommen, aber glaubst Du ERNSTHAFT, dass Deine Mittbewerber schlafen? Glaubst Du, dass wenn sie sehen, dass Du sie von ihrem Tron stießest, dass sie lauthals schreiend auf Dich zu rennen, Dich von Oben bis Unten mit liebevollen Gesängen loben? Hmm (an dieser Stelle sei gesagt, dass „Hmm“ im männischen Vokabular ein häufig anzutreffendes Wort ist und ich ein Mann bin, darf ich … Stopp – das führt ja jetzt zu nix – zurück zu Thema), ich glaube eher nicht. Spaß (kurz) Beiseite, sie werden natürlich nachlegen, um dass sie ihre Position zurückgewinnen.

Auch ändern die Suchmaschinen aller Nasen lang ihren Algorithmus. Das heißt: Was heute noch großartig klappt, muss nicht zwangsläufig morgen noch so funktionieren. Wenn Du also nicht bereit bist, Zeit, Geld und Arbeit in die Suchmaschinenoptimierung zu investieren – lass es einfach sein!

„Ich habe mir ein tolles Tool / Plugin gekauft, dass macht das SEO für mich“. Blödfug – ich habe auch einen Werkzeugkasten im Keller zu stehen, trotzdem repariert sich mein tropfender Wasserhahn nicht von allein. Selbst wenn ich vor genannte Toolbox aus den dunklen und staubigen Katakomben nach oben in meine Wohnung wuchte, diese öffne, sodass die Werkzeuge vom grellem Licht nahezu erblinden, ihnen gut zurede, Komplimente mache, auch wimmernd um deren Hilfe flehe – das wird so nix. Das beste SEO-Tool nützt Dir überhaupt also nichts, wenn Du nicht weißt, wie Du es richtig eingesetzt wird und ob es Dir nicht irgendwelchen Stuss erzählt.

„SEO ist kostenlos“: naja, als kostenlos würde ich die Erstellung solch komplexen Maßnahmen nicht bezeichnen. Was richitg ist, ist, dass Du im Gegensatz zu Google Ads & Facebook Ads die Impressionen und Klicks nicht bezahlst. Die Arbeit, die sozusagen im Hintergrund passiert, kann Dir selbstverständlich keiner „für Umme“ anbieten.

„Wenn ich meinen Namen eingebe, komme ich gleich an erster Stelle!“ Super, meinen Glückwunsch. Aus meiner Sicht und langjähriger Erfahrung möchte ich Dich hierzu fragen: Bist Du schon so groß und bist Du mit Deinem Namen so bekannt, dass einfach jeder sofort Deine Leistungen und Produkte mit diesem assoziiert? Ich denke hier an z. B. einen bekannten Taschentuchhersteller oder eine Fast Food Kette mit schottisch anmutenden Namen. Aus letzterem flog ich überdies raus, als ich auf die Bestellung meines neuen MacBooks beharrte, aber das nur am Rande.

Suchmaschinenoptimierung

Ja und was isses denn nu?

Zusammengefasst SEO ist eine Kombination von Maßnahmen, die dazu beitragen, dass Du mit Deinen Produkten, Leistungen und Angeboten unter den Suchmaschinen bestmöglichst gefunden wirst. Um überhaupt SEO zu betreiben brauchst Du – tata, wer hätte es gedacht – eine Website. Hierzu ist es relativ Wurscht, womit diese erstellt wurde. Ich spreche hier sowohl von gängigen Content Management Systemen, wie WordPress, Jommla! TYPO3 etc., aber auch von Page- und Funnelbuildern, wie WIX.com, Jimdo, Clickfunnels, FunnelCockpit etc. Grundlegend ist es auch nicht zwingend notwendig, dass Deine Website viele Unterseiten hat – nicht falsch verstehen – ich sagte grundlegend. Jeder, der Dir sagt, Du sollst mehrere Unterseiten oder gar einen Blog erstellen, denkt sich schließlich was dabei. Aber jetzt mal Butter bei die Fische…

Was ist denn wichtig für SEO?

Sicher ist Dir bekannt, dass alles damit anfängt, dass Du weißt, wen Du überhaupt ansprechen willst. Um so genauer Du Deine Zielkunden definierst, desto größer die Erfolgsaussichten. Wenn Deine Zielkunden z. B. „jeder, der atmet“ ist, dann könnte es u. U. sein, dass Du Dich ein „wenig“ verzettelst.

Was geben meine Klienten ein, wenn Sie nach meinen Leistungen suchen?

Keyword – Analyse & Recherche für die Suchmaschinenoptimierung

Wenn Dir klar ist, wen Du überhaupt ansprechen willst, dann solltest Du klären, was diese Klienten denn in die Suchmaschine eingeben, um Dein Angebot zu finden. Genau da kommt es meist zu unterschiedlichen Ansichten zwischen Dir und einem Suchmaschinenoptimierer. Wichtig ist dass Ihr hier als Team funktioniert und agiert. Der SEO sieht oftmals die Dinge aus Kundensicht. Nicht unerwähnt möchte ich auch in diesem Zusammenhang lassen, dass es wichtig ist, WELCHES PROBLEM DU LÖST!

Ich denke, dass Du Dir vorstellen kannst, dass es einen riesigen Unterschied macht, ob Du einfach nur Schuhe verkaufst, oder sagst: „Nie wieder schmerzende und angeschwollene Füße Dank unserer maßgescheiderten Schuhe – garantiert!“ o. ä. Deinen Interessenten kommunizierst.

Aus den gesammelten Keywords sinnhafte und verkaufende Texte machen

Copywriting in der Google Optimierung

Ich habe es ja im letzten Abschnitt bereits angedeutet: jetzt heißt es diese Suchbegriffe so zu verarbeiten, dass Du sowol das Problem Deines Interessenten löst, Dein Angebot Deinem Lead verkaufst und auch von Google & Co. möglichst auf den vorderen Rängen auftauchst.  Das Verfassen solcher Texte ist eine Kunst für sich und SEO-Copywriting ist daher nicht billig. Ein Beispiel eines solchen Verkaufstextes ist: Pizzadienst: Wenn deine Bestellung nicht innerhalb von 30 Minuten heiß bei dir eintrifft, ist sie gratis! (im Übrigen, es hat keinr was von lecker gesagt).

1 .. 2 .. 3 – Ist Deine Seite in 3 Sekunden sichtbar?

Technik & Ladegeschindigkeit als bedeutender Teil der Suchmaschinenoptimierung

Stell Dir vor, Du hast ein riesiges vielleicht sogar ein akutes Problem und brauchst jetzt sofort eine Lösung. Du klickst auf den ersten Eintrag und… es passiert erstmal nichts. Einige Sekunden später – immer noch nichts, Dein Bildschrim bleibt weiß. Und was machst Du jetzt? Hand aufs Herz würdest Du diese Seite verlassen? Ich denke ja, warum sollte Dein Klient anders handeln? Na gut, sagst Du Dir jetzt sicher, kann ich das selbst irgendwie überprüfen? Na Logo: Gib einfach mal Pagespeed Insights in die Google Suche ein.

Die, die immernoch eine „alte“, sprich nicht für Mobilgeräte optimierte Website haben, haben immer schlechtere Karten. Nicht nur, dass sie von Google schlechter bewertet werden, sondern immer weniger Interessenten nicht mehr bereit sind, sich durch eine Website zu quälen. Wenn Du wider erwartend nicht wissen solltest, ob Deine Seite responsive ist, gib doch einfach mal die URL in Dein Smartfon ein und schau, was passiert.

Struktur für Deine Seiten

Überschriften – A & O bei der SEO Optimierung

Wie Du DIr sicher vorstellen kannst sind Überschriften nicht nur für SEO wichtig. Sie dienen ebenfalls zu Strukturierung in Deinem Dokument und sich ein Leitfaden für den Leser Deines Textes. Zur besseren Übersicht werden in HTML 6 Überschriftstypen / -Formen (h1 – h6) genutzt. Ich selbst bin jedoch selten über h3 herausgekommen.

Wenn Du Deine Seite mit Inhalt füllst, solltest Du darauf achten, dass Du diese Sturktur einhältst. Also: Was ist denn das hauptsächliche Thema? Dies ist Deine Hauptüberschrift – sprich: h1

Was nicht im Inhalt steht, kann auch nicht gefunden werden

SEO Inhalte / Texte

Wie er Titel schon sagt, auch die Suchmaschinen sind keine Hellseher. Ich habe schon so oft gehört: „ja das hab ich doch gemeint…“. Ja sicher, wenn ich das gemeint habe und es im Inhalt nicht drinsteht, wirst Du nicht unter diesem Keyword bzw. Suchbegriff in den Suchergebnissen auftauchen.

Ultrascharfe Bilder unbearbeitet auf die Seite laden – gut oder schlecht?

Bildgröße / Bildformat

„Meine tolle Kamera macht ultrascharfe Bilder…“. Klasse, meist sind die Bilder dann aber so groß, dass sie zum einen extrem lange landen (ich verweise an dieser Stelle auf die Ladezeitoptimierung) zum anderen werden die Bilder und Fotos, trotz 4K Display oder höhere Auflösung garicht so scharf dargestellt. Überlegen Dir also ein gutes Mittelmaß. Noch schlimmer wäre es, wenn Deine Seite aufgrund dieser hohen Belastung für Deinen Webserver dann nicht mehr erreichbar ist.

Warum es unclever ist, den Namen des Bildes nicht anzupassen

Name des Bildes

Hast Du Dir einmal die Google Suche einmal genauer angeschaut? Hast Du auch gesehen, dass es da einen Punkt „Bilder“ gibt?

Natürlich solltest Du neben dem alternativen Text (wird angezeigt, wenn das Bild nicht geladen werden kann) und dem Bildtitel den Dateinamen deines Bildes entsprechend anpassen. Sicher kannst Du Dir unter „_PIC-23456.jpg“ weniger vorstellen, als unter „lila-damen-pumps.jpg“.

Aber auch hier Vorsicht:

Übertreibe es nicht mit der Bezeichnung, also bitte nicht „lila-damen-pumps-mit-rosa-schleifchen-und-goldenen-glitzersteinen.jpg“, auch bitte keine Ansammlung bunt gemixter Keywords.

Wenn Du Autoreifen verkaufst und auf dem Bild ein Reifen abgebildet ist, ist die Benennung mit Damenschuhen eher völliger Blödfug – der Name darf schon zu dem, was auf dem Bild zu sehen ist, passen.